Vater, die Stunde ist gekommen
Jesus betet laut vor ihnen. Er sagt seinem Vater, das Werk sei vollendet, bittet, dass diese Männer im Namen seines Vaters bewahrt und vor dem Bösen behütet werden, und betet für alle, die später glauben werden, dass sie eins seien.
17 1Nachdem Jesus dies gesagt hatte, blickte er auf zum Himmel und sprach: „Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche, a a v1 Johannes 17 ist das längste überlieferte Gebet Jesu an den Vater — gesprochen in der Nacht vor dem Kreuz, als er sein Herz vor dem öffnet, den er Vater, Heiliger Vater und gerechter Vater nennt. 2denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen, damit er allen, die du ihm gegeben hast, das ewige Leben gebe. 3Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Vater, erkennen und den, den du gesandt hast, Jesus Christus. 4Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir aufgetragen hast zu tun. 5Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.
6Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. 7Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt; 8denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und geglaubt, dass du mich gesandt hast. 9Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, die du mir gegeben hast, denn sie sind dein. 10Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. 11Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir es sind. 12Solange ich bei ihnen war, erhielt ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Ich habe sie bewahrt, und keiner von ihnen ist verloren außer dem Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde. b b v12 „Der Sohn des Verderbens“ ist ein Titel für Judas Iskariot, den, der Jesus verriet. 13Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit sie meine Freude vollkommen in sich haben. 14Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. 15Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. 16Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. 17Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. 18Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. 19Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.
20Ich bitte aber nicht allein für diese, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, 21Vater, lass sie alle eins sein, wie du in mir bist und ich in dir, damit auch sie in uns seien und die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. 22Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, 23ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast. 24Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe die Welt gegründet war. 25Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. 26Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.