Der Vater tadelt seine Priester
Die Priester werden unmittelbar und hart angesprochen — ihre Unterweisung hat Menschen zu Fall gebracht, darum wird ihnen die Ehre entzogen. Dann derselbe Verrat daheim: Haben wir nicht alle einen Vater? Unser Vater war Zeuge des Ehegelübdes, und er hasst es, wenn es zerrissen wird.
2 1Nun, ihr Priester, dieses Gebot gilt euch.
2Wenn ihr nicht hören wollt und es euch nicht zu Herzen nehmt, meinen Namen zu ehren, spricht der Vater der himmlischen Heerscharen, so werde ich den Fluch über euch senden und eure Segnungen verfluchen. Ich habe sie schon verflucht, weil ihr es euch nicht zu Herzen nehmt. 3Ich werde eure Nachkommen tadeln und euch Mist ins Gesicht schmieren — den Mist eurer Feste — und ihr werdet mit ihm hinweggetragen werden. 4Dann werdet ihr erkennen, dass ich dieses Gebot zu euch gesandt habe, damit mein Bund mit Levi bestehen bleibt, spricht der Vater der himmlischen Heerscharen. 5Mein Bund mit ihm war Leben und Frieden; ich gab sie ihm, damit er sie in Ehrfurcht bewahre, und er ehrte mich und erzitterte vor meinem Namen. 6Wahre Weisung war in seinem Mund, kein Unrecht auf seinen Lippen. Er wandelte mit mir in Frieden und Aufrichtigkeit und wandte viele von der Sünde ab. 7Die Lippen eines Priesters bewahren die Erkenntnis, und aus seinem Mund sucht man Weisung, denn er ist der Bote des Vaters der himmlischen Heerscharen. 8Ihr aber seid vom Weg abgewichen und habt viele durch eure Weisung zu Fall gebracht; ihr habt den Bund Levis verdorben, spricht der Vater der himmlischen Heerscharen. 9Darum habe ich euch verächtlich und niedrig gemacht vor dem ganzen Volk, weil ihr meine Wege nicht gehalten, sondern in eurer Weisung die Person angesehen habt.
Untreu einander und dem Vater
10Haben wir nicht alle einen Vater? Hat nicht ein Vater uns geschaffen? Warum handeln wir treulos aneinander und entweihen den Bund unserer Väter? 11Juda ist treulos; ein Gräuel wird in Israel und Jerusalem verübt. Juda hat das Heiligtum unseres Vaters entweiht, das er liebt, und hat die Tochter eines fremden Gottes geheiratet. 12Unser Vater rotte den Mann, der dies tut, aus den Zelten Jakobs aus — wer es auch sei — auch den, der dem Vater der himmlischen Heerscharen eine Opfergabe bringt.
13Und ein Zweites tut ihr: Ihr bedeckt den Altar unseres Vaters mit Tränen, mit Weinen und Seufzen, weil er die Opfergabe nicht mehr beachtet noch sie gern aus eurer Hand annimmt. 14Ihr fragt: „Warum?“ Weil unser Vater Zeuge war zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an der du treulos gehandelt hast — obwohl sie deine Gefährtin ist und deine Frau durch den Bund. 15Hat nicht der Vater dich mit deiner Frau eins gemacht? An Leib und Geist gehört ihr ihm. Und was will er? Gottesfürchtige Kinder aus eurer Verbindung. Darum hütet euren Geist, und keiner handle treulos an der Frau seiner Jugend.
16„Denn ich hasse die Scheidung“, spricht unser Vater, der Vater Israels, „und den, der sein Gewand mit Gewalt bedeckt“, spricht der Vater der himmlischen Heerscharen. Darum hütet euren Geist und handelt nicht treulos.
17Ihr habt unseren Vater mit euren Worten ermüdet. Doch ihr fragt: „Womit haben wir ihn ermüdet?“ Damit, dass ihr sagt: „Alle, die Böses tun, sind gut in seinen Augen, und an ihnen hat er Wohlgefallen“ — oder: „Wo ist der Vater des Rechts?“