Israels Lied vom Überleben
Ein Wallfahrtslied.
Israel spricht als Überlebender mit Narben und beschreibt Angreifer, die lange Furchen über seinen Rücken pflügten und dennoch nicht gewannen. Der erbetene Fluch ist landwirtschaftlich: Sie sollen Gras auf dem Dach sein, verdorrt vor der Ernte, bei dem kein Vorübergehender stehen bleibt, um zu segnen.
129 1„Sie haben mich schwer bedrängt von meiner Jugend auf“ — so soll Israel nun sagen — 2„Sie haben mich schwer bedrängt von meiner Jugend auf, doch sie haben mich nicht überwältigt.“ 3Auf meinem Rücken haben die Pflüger gepflügt; sie haben ihre Furchen lang gezogen. 4Unser Vater ist gerecht; er hat die Stricke der Gottlosen zerschnitten.
5Alle, die Zion hassen, sollen zuschanden werden und zurückweichen. 6Sie sollen sein wie das Gras auf den Dächern, das verdorrt, ehe es heranwächst, 7mit dem der Schnitter seine Hand nicht füllt noch der Garbenbinder seinen Arm, 8und die vorübergehen, sprechen nicht: „Der Segen unseres Vaters sei über euch! Wir segnen euch im Namen unseres Vaters.“