Ich breite meine Hände zu dir aus
Ein Psalm Davids.
Gejagt und zu Boden gedrückt, bittet er, nicht ins Gericht gebracht zu werden, denn niemand, der lebt, ist vor seinem Vater gerecht. Er ruft sich alte Werke ins Gedächtnis, um die Gegenwart zu überstehen, und bittet um zwei Dinge: ein Wort am Morgen und ebenen Boden.
143 1Mein Vater, höre mein Gebet; vernimm mein Flehen um Erbarmen; erhöre mich in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit. 2Geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht, denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. a a v2 Paulus griff diese Zeile auf, um zu lehren, dass niemand durch die eigene Bilanz vor unserem Vater gerecht wird — allein durch das Vertrauen auf Jesus. 3Denn der Feind verfolgt meine Seele; er tritt mein Leben zu Boden; er lässt mich in der Finsternis wohnen wie die längst Verstorbenen. 4Mein Geist verzagt in mir; mein Herz ist erstarrt in meinem Innern. 5Ich gedenke der Tage der Vorzeit; ich sinne nach über all dein Tun; ich bedenke das Werk deiner Hände. 6Ich breite meine Hände zu dir aus; meine Seele dürstet nach dir wie ein verschmachtetes Land. Sela.
7Erhöre mich bald, mein Vater; mein Geist vergeht. Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, sonst gleiche ich denen, die in die Grube hinabfahren. 8Lass mich am Morgen deine beständige Liebe hören, denn ich vertraue auf dich. Zeige mir den Weg, den ich gehen soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele. 9Errette mich von meinen Feinden, mein Vater; zu dir nehme ich meine Zuflucht. 10Lehre mich tun nach deinem Willen, denn du bist mein Vater; dein guter Geist führe mich auf ebenem Land. 11Um deines Namens willen, mein Vater, erhalte mich am Leben; in deiner Gerechtigkeit führe meine Seele aus der Not. 12Und in deiner beständigen Liebe wirst du meine Feinde vernichten und alle Bedränger meiner Seele vertilgen, denn ich bin dein Knecht.