Ein Psalm Davids, vorzusingen, zum Flötenspiel.
Ein Morgengebet, ausgebreitet und dann erwartet, wie eine bei Tagesanbruch eingereichte Klage. Die Kehlen seiner Feinde sind offene Gräber und ihre Worte Schmeichelei. David bittet seinen Vater, ihn auf geradem Weg an denen vorbeizuführen, die auf seinen Fall hoffen.
5 1Höre auf meine Worte, mein Vater; achte auf mein Seufzen. 2Höre auf den Klang meines Rufens um Hilfe, mein König und mein Vater, denn zu dir bete ich.
3Mein Vater, am Morgen hörst du meine Stimme; am Morgen bringe ich dir mein Gebet und halte Ausschau voll Hoffnung. 4Denn du bist nicht unser Vater, der an Bosheit Gefallen hat; das Böse kann nicht bei dir wohnen. 5Die Prahler können nicht vor deinen Augen bestehen; du hasst alle, die Böses tun. 6Du vernichtest die, die Lügen reden; mein Vater verabscheut die Blutgierigen und Betrügerischen.
7Ich aber darf durch die Fülle deiner beständigen Liebe in dein Haus kommen; ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin in Ehrfurcht vor dir. 8Mein Vater, leite mich in deiner Gerechtigkeit um derer willen, die auf meinen Fall lauern; ebne deinen Weg vor mir. 9Denn nichts Verlässliches ist in ihrem Mund; ihr Innerstes ist Verderben. Ihre Kehle ist ein offenes Grab; mit ihrer Zunge schmeicheln sie. 10Sprich sie schuldig, mein Vater; lass sie fallen durch ihre eigenen Ränke. Verstoße sie wegen ihrer vielen Vergehen, denn sie haben sich gegen dich aufgelehnt. a a v10 David bringt seinen ungeschönten Ruf nach Gerechtigkeit geradewegs zu unserem Vater, der ihn annimmt, statt ihn abzuweisen. Die Sehnsucht danach, dass dem Bösen Einhalt geboten wird, findet ihre volle Antwort in Jesus, der zugleich vollkommen gerecht und vollkommen barmherzig ist.
11Aber alle, die bei dir Zuflucht suchen, sollen sich freuen; sie sollen jubeln immerdar. Breite deinen Schutz über sie, damit die, die deinen Namen lieben, in dir voller Freude sind. 12Denn du, mein Vater, wirst den Gerechten segnen; du umgibst ihn mit Gnade wie mit einem Schild.