Jauchzet unserem Vater, alle Welt
Für den Chorleiter. Ein Lied. Ein Psalm.
Die ganze Erde wird gerufen, auf eine Tat unseres Vaters zu schauen: das Meer, in trockenes Land verwandelt. Dann verengt sich die Stimme zu persönlichem Zeugnis — wir wurden geprüft und geläutert wie Silber, Menschen ritten über unsere Köpfe, und er führte uns heraus in die Fülle.
66 1Jauchzet unserem Vater, alle Welt! 2Besingt die Ehre seines Namens; macht seinen Lobpreis herrlich. 3Sprecht zu unserem Vater: „Wie ehrfurchtgebietend sind deine Taten! Durch deine große Macht ducken sich deine Feinde vor dir. 4Alle Welt betet dich an und singt Lob dir; sie singen deinem Namen Lob.“ Sela
5Kommt und seht die Werke unseres Vaters, ehrfurchtgebietend in seinem Tun an allen Menschen. 6Er verwandelte das Meer in trockenes Land; zu Fuß gingen sie durch den Strom. Dort freuten wir uns in ihm. 7Er herrscht in seiner Macht auf ewig; seine Augen wachen über die Völker— die Widerspenstigen sollen sich nicht erheben. Sela
8Preist unseren Vater, ihr Völker alle; lasst den Schall seines Lobes hören, 9der uns am Leben erhalten und unsere Füße nicht hat wanken lassen. 10Denn du, unser Vater, hast uns geprüft; du hast uns geläutert, wie man Silber läutert. 11Du brachtest uns ins Netz; du legtest eine drückende Last auf unseren Rücken. 12Du ließest Menschen über unsere Köpfe reiten; wir gingen durch Feuer und durch Wasser, doch du hast uns herausgeführt in die Fülle. a a v12 „Über unsere Köpfe reiten“ ist ein alter Ausdruck dafür, völlig beherrscht und unterworfen zu sein.
13Ich will in dein Haus kommen mit Brandopfern; ich will dir meine Gelübde erfüllen, 14die Gelübde, die meine Lippen aussprachen und mein Mund versprach, als ich in Not war. 15Ich will dir Brandopfer darbringen von Mastvieh, mit dem Rauch geopferter Widder; ich will Stiere und Böcke opfern. Sela
16Kommt und hört, ihr alle, die ihr unseren Vater fürchtet, und ich will erzählen, was er an meiner Seele getan hat. 17Ich rief zu ihm mit meinem Mund, und hoher Lobpreis war auf meiner Zunge. 18Hätte ich Unrecht in meinem Herzen gehegt, so hätte der souveräne Vater nicht gehört. 19Aber wahrlich, unser Vater hat gehört; er hat auf mein Gebet geachtet. 20Gepriesen sei unser Vater, der mein Gebet nicht verworfen noch seine Bundesliebe von mir genommen hat!