Der allmächtige Vater erscheint Abram
Dreizehn stille Jahre später kommt unser Vater als El Schaddai, gibt Abram und Sarai neue Namen und macht die Beschneidung zum Zeichen des Bundes am Leib. Abraham lacht über einen Sohn mit hundert Jahren, bittet stattdessen um Ismael und beschneidet noch am selben Tag sein ganzes Haus.
17 1Als Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm unser Vater und sprach: „Ich bin El-Schaddai — dein allmächtiger Vater. Wandle vor mir und sei untadelig.“ a a v1 El-Schaddai bedeutet „Gott, der Allmächtige“. An der Schwelle der Bundesverheißung offenbart sich unser Vater unter diesem Namen — der Allmächtige, der allein Abraham und Sara in ihrem Alter einen Sohn schenken kann. 2Und ich will meinen Bund schließen zwischen mir und dir, und ich will dich über die Maßen mehren.
3Da fiel Abram auf sein Angesicht, und unser Vater redete mit ihm und sprach:
4Siehe, mein Bund ist mit dir, und du wirst zum Vater einer Menge von Völkern werden. 5Du sollst nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham, denn ich habe dich zum Vater einer Menge von Völkern gemacht. 6Ich will dich überaus fruchtbar machen; ich will Völker aus dir machen, und Könige sollen von dir kommen. 7Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir, für alle Geschlechter — einen ewigen Bund —, dir und deinen Nachkommen nach dir Vater zu sein. b b v7 Die Bundesformel — „dein Gott und der Gott deiner Kinder zu sein“ — wird wiedergegeben als „dein Vater und der Vater deiner Kinder zu sein“, denn das ist der Bund, den unser Vater schließt: kein Vertrag, sondern eine Familie. Er bindet sich an Abraham und an jedes Geschlecht, das folgt. 8Ich will dir und deinen Nachkommen nach dir das Land geben, in dem du als Fremdling lebst — das ganze Land Kanaan — zum ewigen Besitz; und ich will ihr Vater sein.
9Und unser Vater sprach zu Abraham: „Du aber halte meinen Bund, du und deine Kinder nach dir, durch alle ihre Geschlechter.“ 10Das ist mein Bund, den ihr halten sollt, zwischen mir und euch und deinen Nachkommen nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden. 11Beschneidet das Fleisch eurer Vorhaut; das soll das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch. 12Jedes Männliche unter euch soll beschnitten werden, wenn es acht Tage alt ist, von Geschlecht zu Geschlecht — sei es im Haus geboren oder mit Silber von einem Fremden gekauft, der nicht von deinem Geschlecht ist. 13Beschnitten werden soll, wer in deinem Haus geboren oder mit deinem Geld gekauft ist. So soll mein Bund an eurem Fleisch sein, ein ewiger Bund. 14Ein unbeschnittener Mann aber, dessen Vorhaut nicht beschnitten ist am Fleisch, der soll aus seinem Volk ausgerottet werden — er hat meinen Bund gebrochen.
Saras neuer Name
15Und unser Vater sprach zu Abraham: „Deine Frau Sarai sollst du nicht mehr Sarai nennen — Sara ist ihr Name.“ 16Ich will sie segnen und dir auch von ihr einen Sohn geben. Ich will sie segnen — sie soll zu Völkern werden, und Könige über Völker sollen von ihr kommen.
17Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: „Soll einem Hundertjährigen ein Kind geboren werden? Und soll Sara, die Neunzigjährige, gebären?“ 18Und Abraham sprach zu unserem Vater: „Ach, dass doch Ismael vor dir leben dürfte!“
19Aber unser Vater sprach: „Nein, deine Frau Sara wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihn Isaak nennen. Und ich will meinen Bund mit ihm aufrichten, einen ewigen Bund für seine Nachkommen nach ihm.“ c c v19 Der Name Isaak bedeutet „er lacht“ — eine zärtliche Erinnerung an Saras überraschtes Lachen, als die Verheißung gegeben wurde. 20Und um Ismael habe ich dich erhört. Siehe, ich will ihn segnen, ihn fruchtbar machen und ihn über die Maßen mehren. Zwölf Fürsten wird er zeugen, und ich will ihn zu einem großen Volk machen. 21Aber meinen Bund will ich mit Isaak aufrichten, den Sara dir um diese Zeit im nächsten Jahr gebären wird.
22Und als er aufgehört hatte, mit Abraham zu reden, fuhr unser Vater von ihm auf. 23Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle, die in seinem Haus geboren, und alle, die mit seinem Geld gekauft waren — alles, was männlich war in Abrahams Haus —, und beschnitt das Fleisch ihrer Vorhaut noch am selben Tag, wie unser Vater ihm gesagt hatte. 24Abraham war neunundneunzig Jahre alt, als das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten wurde. d d v24 Die Beschneidung war das leibliche Zeichen der Zugehörigkeit zum Bundesvolk unseres Vaters. 25Und Ismael, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, als das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten wurde. 26An eben diesem Tag wurden Abraham und sein Sohn Ismael beschnitten, 27und alle Männer seines Hauses — die im Haus Geborenen und die mit Silber von einem Fremden Gekauften — wurden mit ihm beschnitten.