Meine Augen auf dich gerichtet
Ein Psalm Davids.
Ein Abendgebet, dargebracht wie Weihrauch. Was er seinen Vater zu bewahren bittet, ist sein eigener Mund und sein Appetit — sich nicht den Übeltätern anzuschließen und ihre Leckerbissen nicht zu genießen — und er heißt Zurechtweisung von einem Gerechten willkommen wie Öl auf seinem Kopf.
141 1Mein Vater, ich rufe zu dir; komm eilends zu mir. Höre auf meine Stimme, wenn ich zu dir rufe.
2Lass mein Gebet vor dir aufsteigen wie Weihrauch, das Aufheben meiner Hände wie das Abendopfer.
3Stelle eine Wache, mein Vater, vor meinen Mund; behüte die Tür meiner Lippen. 4Lass mein Herz sich keinem Bösen zuwenden, dass ich mich nicht an ruchlosen Taten beteilige mit denen, die Unrecht tun; und lass mich nicht von ihren Leckerbissen essen.
5Der Gerechte schlage mich – das ist Güte; er weise mich zurecht – das ist Öl für mein Haupt; mein Haupt wird es nicht verweigern. Doch mein Gebet richtet sich immer gegen die Taten der Gottlosen.
6Wenn ihre Herrscher von den Felsklippen hinabgestürzt werden, dann wird das Volk meine Worte hören, denn sie sind lieblich. 7Wie einer pflügt und die Erde aufbricht, so sind unsere Gebeine zerstreut am Eingang des Grabes.
8Doch meine Augen sind gerichtet auf dich, mein Vater und Herr; bei dir suche ich Zuflucht – lass mich nicht wehrlos zurück. 9Bewahre mich vor der Falle, die sie mir gestellt haben, vor den Schlingen derer, die Unrecht tun. 10Lass die Gottlosen in ihre eigenen Netze fallen, während ich allein sicher vorübergehe.