Für den Chorleiter. Ein Psalm Davids.
Er beginnt mit einer bereits geschenkten Rettung: aus dem Schlamm gezogen, die Füße auf Fels gestellt, ein neues Lied. Dann wendet er sich nach vorn, denn Gehorsam ist mehr erwünscht als Opfer — und er endet noch immer in Not, mit unzählbaren Sünden, und bittet seinen Vater zu eilen.
40 1Ich harrte geduldig auf unseren Vater; er neigte sich zu mir und erhörte mein Schreien. 2Er zog mich herauf aus der Grube des Verderbens, aus dem tiefen Schlamm; er stellte meine Füße auf einen Felsen und machte meine Schritte sicher.
3Er gab mir ein neues Lied in meinen Mund, ein Loblied auf unseren Vater. Viele werden es sehen und sich fürchten und werden auf unseren Vater vertrauen. 4Wohl dem Menschen, der auf unseren Vater sein Vertrauen setzt, der sich nicht den Hochmütigen zuwendet und denen, die der Lüge nachjagen.
5Zahlreich sind, mein Vater, die Wunder, die du getan hast, und deine Gedanken für uns; nichts kann sich mit dir vergleichen. Wollte ich sie verkünden und davon erzählen, sie wären zu viele, um sie zu zählen. 6Schlachtopfer und Speisopfer hast du nicht begehrt, doch du hast mir die Ohren geöffnet. Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gefordert. 7Da sprach ich: „Hier bin ich, ich bin gekommen — in der Rolle des Buches steht von mir geschrieben.“
8Ich habe Freude daran, deinen Willen zu tun, mein Vater; dein Gesetz ist in meinem Herzen. 9Ich verkündige die frohe Botschaft der Gerechtigkeit in der großen Gemeinde; ich verschließe meine Lippen nicht, mein Vater, du weißt es.
10Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von deiner Treue und deinem Heil rede ich. Deine Bundesliebe und deine Wahrheit verhehle ich nicht vor der großen Gemeinde. 11Verschließe dein zärtliches Erbarmen nicht vor mir, mein Vater; deine Bundesliebe und deine Wahrheit mögen mich allezeit bewahren.
12Denn Leiden ohne Zahl umgeben mich; meine Sünden haben mich eingeholt, und ich kann nicht mehr sehen. Sie sind zahlreicher als die Haare auf meinem Haupt, und mein Herz verzagt in mir. 13Bitte, mein Vater, errette mich; mein Vater, eile und hilf mir. 14Alle, die mir nach dem Leben trachten, sollen sich schämen und zuschanden werden; die mein Verderben suchen, sollen mit Schande zurückweichen.
15Die zu mir sagen: „Ha! Ha!“, sollen sich entsetzen über ihre eigene Schande. 16Aber alle, die dich suchen, sollen sich freuen und fröhlich sein in dir; die dein Heil lieben, sollen immerzu sagen: „Groß ist unser Vater!“ 17Ich aber bin arm und bedürftig; der souveräne Vater gedenke meiner. Du bist meine Hilfe und mein Retter; säume nicht, mein Vater.