Ein Gebet für den König
Von Salomo.
Ein Gebet, das unseren Vater um den Sohn des Königs bittet und eine Herrschaft an einem einzigen misst: was mit den Schwachen geschieht. Möge er den Unterdrücker zermalmen, den Bedürftigen retten, der keinen Helfer hat, und ihr Blut als kostbar achten — und herabkommen wie Regen auf gemähtes Gras.
72 1Gib dem König dein Recht, unser Vater, und deine Gerechtigkeit dem Königssohn. 2Er richte dein Volk mit Gerechtigkeit und deine Elenden mit Recht. 3Die Berge mögen dem Volk Frieden bringen, und die Hügel Gerechtigkeit. 4Er schaffe Recht den Elenden im Volk, helfe den Kindern der Armen und zerschmettere den Unterdrücker. 5Man fürchte dich, solange die Sonne währt und der Mond bleibt, durch alle Geschlechter. 6Er komme herab wie Regen auf das gemähte Gras, wie Schauer, die die Erde tränken. 7In seinen Tagen blühe der Gerechte und Friede sei in Fülle, bis der Mond nicht mehr ist. 8Er herrsche von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde. a a v8 „Der Strom“ ist der Euphrat, der große Strom, der die östliche Grenze des verheißenen Landes Israels bildet. 9Die Wüstenbewohner mögen sich beugen vor ihm, und seine Feinde sollen den Staub lecken. 10Die Könige von Tarsis und der Küstenländer mögen Tribut bringen; die Könige von Saba und Seba mögen Gaben darbringen. 11Alle Könige mögen niederfallen vor ihm, alle Völker sollen ihm dienen. 12Denn er rettet den Armen, der um Hilfe ruft, den Elenden, der keinen Helfer hat. 13Er erbarmt sich über den Schwachen und den Armen und rettet das Leben der Armen. 14Von Unterdrückung und Gewalt erlöst er ihr Leben, und ihr Blut ist kostbar in seinen Augen. 15Er lebe lange; das Gold von Saba werde gegeben ihm! Man bete für ihn beständig und segne ihn den ganzen Tag. 16Es sei Überfluss an Korn im Land; auf den Gipfeln der Berge möge es wogen; seine Frucht sei wie der Libanon, und aus den Städten mögen die Menschen erblühen wie das Gras des Feldes. b b v16 „Wie der Libanon“ ruft die berühmten, hoch aufragenden Wälder und den reichen Ertrag des Libanon hervor — ein Bild außergewöhnlicher Fülle. 17Sein Name bleibe ewig, sein Ruhm bestehe so lange die Sonne scheint. In ihm seien alle Völker gesegnet ; alle Nationen mögen ihn glücklich preisen. 18Gelobt sei der Vater Israels, der allein Wunder tut. 19Gelobt sei sein herrlicher Name ewig; die ganze Erde werde erfüllt mit seiner Herrlichkeit! Amen und Amen.
20Die Gebete Davids, des Sohnes Isais, sind zu Ende.