Vorzusingen, auf der Gittit. Ein Psalm Asafs.
Festmusik — Posaune, Tamburin, Neumond — unterbrochen von der Stimme unseres Vaters selbst. Er erinnert daran, wie er den Korb von ihren Schultern nahm, und sagt: Tu deinen Mund weit auf, und ich will ihn füllen. Dann der Schmerz: Wenn mein Volk doch nur hören wollte.
81 1Singet fröhlich unserm Vater, unsrer Stärke; jauchzet unserm Vater Jakobs! 2Stimmt ein Lied an und lasst die Pauke erklingen, die liebliche Leier und die Harfe. 3Blaset am Neumond die Posaune, am Vollmond, am Tag unsres Festes! 4Denn das ist eine Ordnung für Israel, ein Gebot unseres Vaters Jakobs.
5Er setzte es ein zum Zeugnis für Josef, als er auszog gegen das Land Ägypten. Ich hörte eine Sprache, die ich nicht kannte:
6„Ich habe die Last weggenommen von seiner Schulter; seine Hände wurden vom Lastkorb befreit.
7Als du in der Not riefst, da rettete ich dich; ich erhörte dich aus dem Versteck des Donners; ich prüfte dich am Haderwasser. Sela 8Höre, mein Volk, ich will dich warnen — Israel, wolltest du doch auf mich hören! 9Es soll kein fremder Gott unter dir sein; einen andern Gott sollst du nicht anbeten.
10Ich bin dein Vater, der dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat. Tu deinen Mund weit auf, und ich will ihn füllen! 11Aber mein Volk wollte nicht hören auf meine Stimme, und Israel wollte mir nicht gehorchen. 12Da überließ ich sie ihrem verstockten Herzen, dass sie ihren eigenen Plänen folgten. 13Wollte doch mein Volk hören auf mich und Israel auf meinen Wegen gehen! 14Wie bald wollte ich ihre Feinde demütigen und meine Hand gegen ihre Widersacher wenden! 15Die unsern Vater hassen, müssten sich vor ihm ducken, und ihr Verhängnis würde ewig währen. 16Und er würde sie mit dem besten Weizen speisen; mit Honig aus dem Felsen wollte ich dich sättigen.