Ein Lied für den Sabbat
Ein Psalm. Ein Lied für den Sabbattag.
Ein Sabbatlied über unterschiedliche Zeitmaße. Die Gottlosen sprießen schnell auf wie Gras und sind dahin; die Gerechten wachsen langsam, wie Palme und Zeder, tragen noch im Alter Frucht und bleiben grün, weil sie dort gepflanzt sind, wo sie stehen — in den Vorhöfen unseres Vaters.
92 1Es ist gut, unserem Vater zu danken und deinem Namen zu lobsingen, du Höchster, 2am Morgen deine beständige Liebe zu verkünden, und deine Treue in den Nächten, 3auf der zehnsaitigen Laute und auf der Harfe, mit dem Klang der Leier. 4Denn du hast mich fröhlich gemacht, unser Vater, durch dein Werk; über die Werke deiner Hände juble ich. 5Wie groß sind deine Werke, unser Vater! Deine Gedanken sind sehr tief! 6Ein unvernünftiger Mensch erkennt es nicht, und ein Tor versteht dies nicht:
7Wenn auch die Gottlosen wie Gras sprießen und alle Übeltäter blühen, so sind sie doch für immer zur Vernichtung bestimmt. 8Du aber, unser Vater, bist in der Höhe für immer. 9Denn siehe, deine Feinde, unser Vater — siehe, deine Feinde werden vergehen; alle Übeltäter werden zerstreut. 10Du aber hast mein Horn erhöht wie das eines wilden Stiers; ich bin mit frischem Öl gesalbt. 11Meine Augen haben auf meine lauernden Feinde geblickt; meine Ohren haben das Verderben der Bösen gehört, die sich gegen mich erheben. 12Die Gerechten gedeihen wie die Palme; sie wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon. 13Gepflanzt im Haus unseres Vaters, gedeihen sie in den Vorhöfen unseres Vaters. 14Sie tragen noch Frucht im Alter; sie bleiben frisch und grün, 15um zu verkünden, dass unser Vater aufrichtig ist; er ist mein Fels, und es ist kein Unrecht in ihm.