Er wird die Seinen nicht verlassen
Ein Protest über Menschen, die Witwen und Fremde töten und annehmen, niemand merke es. Die Antwort ist schlichter Verstand: Sollte der, der das Ohr gepflanzt hat, nicht hören? Es endet persönlich — mein Fuß glitt aus, und die Bundesliebe meines Vaters hielt mich aufrecht.
94 1Unser Vater, der Gerechtigkeit schafft — unser Vater; unser Vater, der Gerechtigkeit schafft, erscheine in deinem Glanz! 2Erhebe dich, Richter der Erde; vergilt den Stolzen, was sie verdienen. 3Wie lange noch werden die Gottlosen, unser Vater — wie lange noch werden die Gottlosen frohlocken?
4Sie sprudeln vermessene Worte hervor; alle Übeltäter rühmen sich. 5Sie zerschlagen dein Volk, unser Vater, und bedrücken dein Erbteil. 6Sie töten die Witwe und den Fremdling und morden die Waisen. 7Und sie sagen: „Der HERR sieht es nicht, der Gott Jakobs merkt es nicht.“
8Merkt doch auf, ihr Unvernünftigen im Volk; ihr Toren, wann werdet ihr weise? 9Der das Ohr gepflanzt hat, sollte er nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte er nicht sehen? 10Der die Völker züchtigt, sollte er sie nicht zurechtweisen — er, der die Menschen Erkenntnis lehrt? 11Unser Vater kennt die Gedanken der Menschen, dass sie nur ein Hauch sind.
12Wohl dem, den du züchtigst, unser Vater, und den du aus deinem Gesetz lehrst, 13dass er Ruhe habe in den Tagen des Unglücks, bis dem Gottlosen die Grube gegraben wird. 14Denn unser Vater wird sein Volk nicht verstoßen; er wird sein Erbe nicht verlassen. 15Denn das Recht wird zum Gerechten zurückkehren, und alle, die aufrichtig sind von Herzen, werden ihm folgen.
16Wer erhebt sich für mich gegen die Bösen? Wer tritt für mich ein gegen die Übeltäter? 17Wäre unser Vater nicht meine Hilfe gewesen, so wäre meine Seele bald in die Stille des Todes eingegangen. 18Als ich sprach: „Mein Fuß wankt“, da hielt mich deine beständige Liebe, unser Vater. 19Als die Angst groß war in meinem Innern, erfreute dein Trost meine Seele.
20Kann ein verderbter Thron mit dir verbündet sein — einer, der Unrecht zum Gesetz macht? 21Sie rotten sich zusammen gegen das Leben des Gerechten und verurteilen den Unschuldigen zum Tode. 22Aber unser Vater ist meine feste Burg geworden, und unser Vater der Fels meiner Zuflucht. 23Er wird ihr eigenes Unrecht auf sie zurückwenden und sie um ihrer Bosheit willen vertilgen; unser Vater wird sie vertilgen.